Einführung und Rahmenbedingungen
Am 26. April 2026 veranstaltete der Afghanische Kulturverein AKIS in Wien einen spezifischen Workshop für Männer im Rahmen der Serie „Gemeinsam gegen Gewalt und Radikalisierung“. Ziel der Veranstaltung war es, insbesondere afghanische Männer und männliche Jugendliche zu stärken, umfassend über Gewaltprävention aufzuklären und gemeinsam Perspektiven für eine gewaltfreie und stabilere Zukunft zu entwickeln.
Begrüßung und Programmvorstellung
Der Obmann des Vereins AKIS, Herr Ghousuddin Mir, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Teilnehmer herzlich. Im Anschluss stellte Herr Mohammad Ashraf Asghari das Tagesprogramm vor. Die Workshopleitung übernahm Herr Wali Mohammad Yousufzai, der den Ablauf erläuterte und gemeinsam mit seinem Stellvertreter, Herrn Mohammad Ibrahim, durch die Sitzung führte.
Fachvorträge: Ursachen und Formen von Gewalt
Ein zentraler Bestandteil des Workshops waren die Beiträge externer Experten, die das Thema familiäre und gesellschaftliche Gewalt analysierten:
- Expertenbeiträge: Herr Dawlatzai sowie Michael Fanizadeh (VIDC) nahmen als Experten teil und referierten jeweils eine Stunde lang über das Thema familiäre Gewalt.
- Definition von Gewalt: Es wurde verdeutlicht, dass Gewalt weit über körperliche Übergriffe hinausgeht und auch psychische sowie strukturelle Dimensionen umfasst.
- Prävention: Die Experten thematisierten die Bedeutung von Bildung, die gezielte Förderung individueller Talente sowie die Vorstellung wichtiger Anlaufstellen in Krisensituationen.
Fokus: Gewaltursachen bei Jugendlichen und soziale Medien
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Analyse der Ursachen von Gewalt unter Jugendlichen. In einer intensiven Diskussionsrunde wurden folgende Faktoren als begünstigend identifiziert:
- Armut und fehlende wirtschaftliche Perspektiven.
- Erschwerter Zugang zum Arbeitsmarkt und mangelnde Beschäftigungsmöglichkeiten.
- Der massive Einfluss sozialer Medien, insbesondere Plattformen wie TikTok und YouTube, die oft problematische Rollenbilder oder Radikalisierungstendenzen verstärken können.
Teilnehmerstatistik und interaktiver Austausch
Insgesamt nahmen 18 Personen an der Veranstaltung teil, wobei es sich überwiegend um junge Männer handelte.
- Aktive Beteiligung: Die Teilnehmer zeigten eine sehr engagierte Haltung und positionierten sich klar gegen Gewalt. Sie unterstrichen, dass Bildung das wichtigste Werkzeug zur Prävention sei.
- Vorschläge der Teilnehmer: Die Männer brachten aktiv eigene Ideen ein, darunter den Wunsch nach weiteren zielgerichteten Workshops sowie die Schaffung von mehr Freizeit- und Beschäftigungsangeboten für Jugendliche ohne feste Tätigkeit, um Perspektivlosigkeit entgegenzuwirken.
Die Offenheit, mit der über schwierige Themen wie Arbeitslosigkeit und Medieneinfluss gesprochen wurde, zeigt die Bedeutung von vertrauensvollen Räumen zur Aufklärung. Der Workshop bestätigte, dass nachhaltige Bildungsangebote und der Austausch auf Augenhöhe essenziell für den Kampf gegen Gewalt und Extremismus sind.
Die Workshopserie “Gemeinsam gegen Gewalt und Radikalisierung wird vom Sozialministerium finanziert.







