BANU – Erste unabhängige afghanische Frauenzeitschrift

26 Jahre Empowerment, Bildung und Solidarität

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Jahr 2000 entstand in Wien eine mutige und visionäre Idee: eine unabhängige Frauenzeitschrift von und für afghanische Frauen zu schaffen – in ihrer Muttersprache, mit ihren Themen, ihren Stimmen und ihrer Perspektive. Heute, 25 Jahre später, ist BANU – die Erste unabhängige afghanische Frauenzeitschrift – mehr denn je ein Symbol für Widerstandskraft, Selbstbestimmung und gelebte Integration.

Herausgegeben vom Verein AKIS – Afghanische Kultur, Integration, Solidarität, hat sich BANU zu einem einzigartigen sozial- und kulturpolitischen Medium entwickelt. Ihr Ziel ist es, Frauen aus Afghanistan, die in Europa leben, dabei zu unterstützen, ihre Rechte kennenzulernen, sich weiterzubilden, Zugang zu Arbeit und Gesundheitsversorgung zu finden und ein selbstbestimmtes Leben aufzubauen.

Das Projekt wurde von Herrn Mir Ghousuddin, einem gebürtigen Afghanen mit österreichischer Staatsbürgerschaft und Wohnsitz in Wien, initiiert. Als Gründer und Obmann von AKIS engagiert er sich seit Jahrzehnten unermüdlich für Integration, Bildung und Empowerment afghanischer Frauen in der Diaspora.

Wofür steht BANU?

„Banu“ ist ein persisch-arabisches Wort für „Frau“ in einem ehrenden, wertschätzenden Sinn. Der Name ist Programm: BANU will Frauen nicht nur informieren, sondern ihnen Würde, Selbstvertrauen und neue Perspektiven geben. Die Zeitschrift erscheint in der Sprache Farsi/Dari ,Paschtu, Uzbaki und deutsch – bewusst so gewählt, damit auch Frauen mit wenig oder gar keinen Deutschkenntnissen Zugang zu den Inhalten erhalten.

Viele afghanische Frauen in Europa, insbesondere geflüchtete Frauen, sind von patriarchalen Strukturen geprägt, haben oft keinen oder sehr eingeschränkten Zugang zu Bildung genossen und erleben sprachliche oder kulturelle Hürden im Alltag. Genau hier setzt BANU an: Die Zeitschrift informiert, begleitet, klärt auf und bietet eine Stimme für jene, die oft übersehen werden.

Ein Kommunikationsinstrument mit Wirkung

BANU ist nicht nur ein Medium – es ist ein Kommunikationsinstrument, eine Brücke zwischen Kulturen, und ein Forum für Austausch und Teilhabe. Über die Jahre hinweg haben mehr als 60 afghanische Frauen ehrenamtlich als Redakteurinnen mitgewirkt. Sie verfassen Artikel zu den wichtigsten Lebensbereichen:

  • Rechtliche Aufklärung
  • Gesundheit und Vorsorge
  • Bildung und Teilhabe
  • Integration und Arbeitswelt
  • Gewalt und Schutzmöglichkeiten
  • Kunst, Gedichte und Kultur
  • Sport, Freizeit und Selbstfürsorge

Besonders in Wien, wo der Verein AKIS und die Redaktion ansässig sind, ist BANU tief mit der afghanischen Community verwurzelt. Doch auch in Deutschland, den Niederlanden, anderen Teilen Europas und den USA erreicht die Zeitschrift afghanische Frauen und Mädchen, die auf der Suche nach Orientierung, Vorbildern und Information sind.

Thematische Schwerpunkte – Frauen stärken, Barrieren abbauen

1. Rechte und Gesetzeslage in Österreich
Viele afghanische Frauen kennen ihre Rechte nicht – weder im Herkunftsland noch in der neuen Heimat. BANU erklärt, welche Rechte Frauen in Österreich haben: vom Zugang zur Bildung über das Recht auf Schutz vor Gewalt bis hin zur finanziellen Unabhängigkeit. Es wird gezeigt, wie Frauen selbstbestimmt leben und auf eigene Beine kommen können.

2. Gesundheit und Vorsorge
Gesundheitsversorgung ist ein zentrales Thema, gerade für Frauen mit Sprachbarrieren. BANU bietet verständliche Artikel zu frauenspezifischen Gesundheitsthemen wie Brustkrebsvorsorge, Menstruation, Verhütung, Hygiene und psychische Gesundheit. Die Zeitschrift macht Mut, das eigene Recht auf medizinische Versorgung einzufordern.

3. Bildung & Integration
„Bildung kennt kein Alter“ – nach diesem Motto ermutigt BANU Frauen, Sprachkurse zu besuchen, Schulabschlüsse nachzuholen oder eine Ausbildung zu beginnen. Die Redaktion unterstreicht immer wieder, wie wichtig Bildung für gesellschaftliche Teilhabe und Selbstständigkeit ist.

4. Gewalt und familiäre Konflikte
Viele Frauen erleben Gewalt – sei es häuslich, strukturell oder kulturell. BANU berichtet über Möglichkeiten des Schutzes, verweist auf Frauenhäuser, Notrufnummern und Beratungsstellen. In literarischer Form, etwa durch Gedichte, thematisieren die Autorinnen auch besonders sensible Themen wie Zwangsheirat, Isolation oder Gewalt in der Ehe.

5. Gedichte als Ausdrucksform
In der afghanischen Kultur ist Dichtung ein starkes und akzeptiertes Ausdrucksmittel. Gedichte in BANU sprechen oft über Schmerz, Hoffnung, Migration, Träume und Realität. Sie schaffen Raum für Emotionen und Reflexion – auch für das Unsagbare.

6. Freizeit, Sport und Schönheit
BANU zeigt, dass Selbstfürsorge und Teilhabe am öffentlichen Leben auch über Bewegung, Schönheit und Körperbewusstsein funktioniert. Artikel über Schwimmen, Radfahren, Sportangebote oder Körperpflege geben Anregungen für neue Erfahrungen – und ein neues Selbstgefühl.

Finanzierung und Herausforderungen

Trotz aller inhaltlicher Stärke steht die Zeitschrift immer wieder vor finanziellen Engpässen.

Die Produktionskosten pro Ausgabe liegen bei rund 3.000 bis 3.800 Euro, bei einer kleinen Auflage von etwa 400 Stück. Jede Zeitschrift kostet in der Herstellung rund 17 Euro. In Österreich wird sie zu einem symbolischen Preis von 10 Euro angeboten, doch viele Frauen – insbesondere geflüchtete oder von Armut betroffene – erhalten sie kostenlos.

Daraus ergibt sich pro Ausgabe ein Defizit von etwa 2.000 bis 2.500 Euro. Versandkosten ins Ausland tragen die Leserinnen meist selbst. Die Redaktion arbeitet ehrenamtlich – doch die laufenden Ausgaben für Druck, Layout, Materialien und Koordination bleiben bestehen.

26 Jahre BANU – ein Aufruf zur Unterstützung

Seit einem Vierteljahrhundert ist BANU ein Leuchtturmprojekt – getragen von Ehrenamt, Mut und Vision. Möglich wurde das alles nur durch das unbeirrbare Engagement von Herrn Mir Ghousuddin, der mit viel Herzblut und Überzeugungskraft die Zeitschrift aufgebaut und durch schwierige Zeiten getragen hat.

Heute, im Jahr 2025, ist BANU mehr denn je auf Unterstützung von außen angewiesen. Wenn wir auch in Zukunft afghanischen Frauen und Mädchen eine Stimme geben wollen, brauchen wir Ihre Hilfe:

  • durch finanzielle Unterstützung
  • durch Kooperationen mit Bildungsträgern, Frauenorganisationen und Kulturvereinen
  • durch Verbreitung und Sichtbarmachung der Zeitschrift
  • durch Fördermittel für Empowerment-Projekte im Bereich Bildung, Medienkompetenz und Integration

Warum BANU wichtig ist

BANU ist mehr als Papier und Tinte.

BANU ist eine Stimme für die, die keine haben.
BANU ist Orientierung für Frauen in einer neuen Welt.
BANU ist Bildung für die, die nie lernen durften.
BANU ist Solidarität – von Frauen für Frauen.
BANU ist ein Stück Hoffnung.

Bitte helfen Sie mit, damit BANU weiterleben kann.
Damit afghanische Frauen nicht nur ankommen, sondern auch aufblühen.

Mit herzlichem Dank für Ihre Aufmerksamkeit und Unterstützung,
Ihr Team von AKIS – afghanische Kultur, Integration, Solidarität

Kontakt:
Verein AKIS
Ghousuddin Mir

Obmann des Vereins AKIS 
Pastorstraße 33-39/51/4,
1210 Wien
https://www.akiseu.org
mir.ghousudden@chello.at
+43660 3545469

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