Solidaritätsprojekt zur Förderung von Zero-Waste und Nachhaltigkeit
Projektzeitraum: 01.06.2025 – 31.05.2026 Ort: Wien (Leopoldstadt / Donaustadt) Projektleitung/Workshopleiter:Arun Sherzai
1. Zusammenfassung
Das Projekt „WASTELESS FUTURE“ wurde mit dem Ziel initiiert, das Bewusstsein für Abfallvermeidung, Ressourcenschonung und nachhaltigen Konsum bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Wien zu stärken. Über einen Zeitraum von 12 Monaten wurden praktische Workshops, Exkursionen und digitale Challenges durchgeführt.
Der Fokus lag auf der direkten Anwendbarkeit im Alltag: Vom eigenen Kompost über die Herstellung natürlicher Reinigungsmittel bis hin zur Beratung von Gastronomiebetrieben. Die Resonanz war durchweg positiv, was sich sowohl in der aktiven Teilnahme als auch im detaillierten Feedback widerspiegelt.
2. Phase 1: Vorbereitung & Planung (Monat 1–3)
In den ersten drei Monaten lag der Schwerpunkt auf der organisatorischen Aufstellung des Projekts. Parallel dazu wurde die Social-Media-Präsenz aufgebaut, um Teilnehmer zu akquirieren und die Community zu informieren.
3. Phase 2: Umsetzung der Aktivitäten (Monat 4–9)
Die Kernphase des Projekts zeichnete sich durch eine Reihe von interaktiven Workshops und Exkursionen aus, die theoretisches Wissen mit praktischem Tun verbanden.
A. Zero-Waste Grundlagen & Kompostierung
Datum: 26.06.2025 Ort: HTL-Donaustadt
Der Auftakt der Workshop-Reihe widmete sich dem Thema Mülltrennung und biologische Kreisläufe. Nach einer theoretischen Einführung über Zersetzungszeiten von Materialien legten die Teilnehmer gemeinsam einen Kompostbehälter an.
• Aktivitäten: Schichten von mitgebrachten Bio-Abfällen (Kaffeesatz, Eierschalen), Sortierübungen zur korrekten Mülltrennung und Start der „Zero-Waste-Challenge“.
• Highlight: Das spielerische „Müllsortierspiel“ sorgte für Aha-Erlebnisse bezüglich häufiger Fehler bei der Mülltrennung.
B. Kleidertausch, Repair & Nachhaltiges Reinigen
Datum: 24.07.2025 Ort: Konferenzraum
Dieser Workshop adressierte die Themen „Fast Fashion“ und Chemikalien im Haushalt. Ziel war es, Alternativen zum Wegwerfen aufzuzeigen und die Umweltbelastung durch Putzmittel zu reduzieren.
• Aktivitäten:
o Kleidertausch: Teilnehmer brachten Kleidung mit, die nicht mehr passte, und tauschten sie untereinander. Viele Stücke fanden so neue Besitzer, statt im Müll zu landen.
o DIY-Reiniger: Herstellung eines Allzweckreinigers aus Essig, Zitronenschalen und Natron. Jeder Teilnehmer nahm ein Glas des Reinigers mit nach Hause.
o Repair-Impuls: Es wurde über Repair Cafés informiert und diskutiert, wie Kleidung repariert werden kann.
C. Zero Waste in Unternehmen & Konsum
Zeitraum: August 2025
Im August verlagerte sich das Projekt nach außen, um reale Wirtschaftskreisläufe zu untersuchen.
• Gastronomie-Beratung (22.08.2025): Eine Gruppe besuchte das „Café Konsum“ und erarbeitete gemeinsam mit dem Betreiber Konzepte zur Müllvermeidung, wie den Verzicht auf Plastikstrohhalme und die Einführung von Mehrwegbechern. Die Teilnehmer halfen praktisch bei der Einrichtung von Hinweistafeln zur Mülltrennung.
• Shopping-Tour (28.08.2025): Die zweite Gruppe absolvierte eine geführte Tour zum Secondhand-Shop „Carla Nord“ und zum Unverpackt-Laden „Die Naturgreißlerin“. Hier lernten die Jugendlichen, dass gebrauchte Gegenstände und unverpackte Lebensmittel (Nutzung eigener Gläser/Beutel) echte, ressourcenschonende Alternativen sind.
D. Kreativ-Workshop: Upcycling – „Trash to Art“
Datum: 12. Dezember
Zum Abschluss des Jahres stand die kreative Wertschätzung von Materialien im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Ist das Müll oder Baumaterial?“ verwandelten die Teilnehmer Abfälle in Kunst.
• Aktivitäten: Aus PET-Flaschen, alten Magazinen und Kartonresten wurden Skulpturen und Konstruktionen gebaut.
• Lerneffekt: Der Workshop verdeutlichte spielerisch, dass Materialien auch nach ihrem ursprünglichen Zweck wertvoll bleiben (Reuse).
4. Digitale Begleitung & Social Media Impact
Das Projekt wurde intensiv über Social Media begleitet, um die Reichweite über die physischen Teilnehmer hinaus zu erhöhen.
• Content: Es wurden über 20 Beiträge veröffentlicht, die Tipps zu Zero-Waste, Einblicke in die Workshops und Ergebnisse der Challenges zeigten.
• Community: Der Kanal konnte eine organische Followerschaft von über 20 Personen aufbauen, die aktiv am Diskurs teilnahmen.
• Plastic-Free Week: Als digitale Challenge wurde eine „Plastic-Free Week“ initiiert, bei der Teilnehmerversuchten, im Alltag auf Plastik zu verzichten. Das Feedback hierzu war besonders stark, da Teilnehmer berichteten, dass sich der Verzicht nicht nur auf die Umwelt, sondern auch mental und physisch positiv auswirkte.
5. Evaluation & Feedback
Das Feedback wurde sowohl direkt nach den Workshops (anonym auf Zetteln) als auch über einen digitalen Feedbackbogen (Google Forms, Zeitstempel Oktober 2025) erhoben. Die Auswertung zeigt eine extrem hoheZufriedenheit und eine nachhaltige Wirkung auf das Alltagsverhalten der Teilnehmer.
A. Teilnehmerstimmen zu den Inhalten
• Verhaltensänderung: Ein Teilnehmer berichtete beim digitalen Feedback: „Ich würde fast schon sagen, dass ich mein tägliches Verhalten dadurch verändert habe.“
• Zero-Waste Kochen: Das Thema Ernährung kam besonders gut an. Rückmeldungen wie „Zero-wastekochen war auf lange Frist für mich eine tolle Aktivität“ bestätigen die Relevanz.
• Repair Café: Auch das Thema Reparieren wurde gelobt („Repair Café – Top!“).
• Plastic-Free Week: Ein Teilnehmer schrieb: „Plastikfreies Leben tut nicht nur mir mental sondern auch physisch gut. […] Ich freue mich schon auf mehr!“
B. Feedback zur Organisation & Leitung
Besonders hervorgehoben wurde die Kompetenz und Art des Workshopleiters Arun Sherzai:
• „Unser Instructor war zwischenmenschlich als auch fachlich ein wahnsinn!“
• „Vor allem unser Workshop Leiter Arun. Er war sehr nett und hilfsbereit.“
• „Danke für eure Arbeit.“
C. Verbesserungsvorschläge
Die Teilnehmer wünschten sich in den Rückmeldungen explizit eine Fortsetzung des Projekts:
• „Bitte so weiter machen.“
• „Einfach nur, dass wir weiter nach vorne pushen sollen.“
• „Nein, MACHT WEITER SO.“
6. Fazit & Ausblick
Das Projekt „WASTELESS FUTURE“ war ein voller Erfolg. Alle geplanten Schwerpunkte – von der Kompostierung über nachhaltiges Reinigen bis hin zur Beratung von Unternehmen und Upcycling – wurden praktisch umgesetzt.
Besonders erfreulich ist, dass das Ziel der Bewusstseinsbildung erreicht wurde: Die Teilnehmer haben nicht nur theoretisches Wissen erlangt, sondern konkrete Handlungsmuster in ihren Alltag integriert (z. B. Nutzung eigener Behälter, Reparatur statt Neukauf). Die Kombination aus physischen Workshops und digitaler Begleitung (SocialMedia, Challenges) hat sich als effektives Format erwiesen. Aufgrund der hohen Nachfrage und des positiven Feedbacks wird empfohlen, ähnliche Formate in Zukunft fortzuführen.


























